27.01.11 10:25 Alter: 1 yrs

Mit dem Logo an die Klassenspitze

Angermünder Berufsfachschüler entwarfen das Logo für den Arbeitskreis Berufsfrühorientierung Uckermark

Ihr Logo gewann: Lena Kuhlig, Janina von Freeden und Louisa Katzer lernen in der Beruflichen Schule Angermünde den Beruf des Grafikers. Sie entwarfen das Logo für den Arbeitskreis Berufsfrühorientierung Uckermark.

Die Berufliche Schule Angermünde bildet derzeit 57 junge Frauen und Männer zu staatlich geprüften gestaltungstechnischen Assistenten, kurz Grafikern, aus. Die Schule wirbt mit Praxisnähe und kooperiert mit Unternehmen und Vereinen in der Region, für die die Schüler Werbemittel, Flyer oder Logos entwerfen und sich so schon in der Ausbildung mit der realen Wirtschafts- und Kundenwelt auseinandersetzen. Jetzt entwarfen Angermünder Schüler das Logo für den Arbeitskreis Berufsfrühorientierung Uckermark, ein Netzwerk verschiedener Partner aus Wirtschaft, Behörden und Politik.

Wenn am Freitag die Halbjahreszeugnisse verteilt werden, erhalten Schüler und Eltern der 7. bis 10. Klassen in der Uckermark auch einen Brief. Absender ist der „Arbeitskreis Berufsfrühorientierung Uckermark“. Das ist ein Netzwerk verschiedener Partner wie Bildungsträger, Arbeitsamt, Kommunen, Kammern u. a., die sich auf die Fahnen geschrieben haben, frühzeitig Schüler, Eltern und Lehrer mit der Berufswelt vertraut zu machen, Möglichkeiten zum Schnuppern in verschiedene Tätigkeitsfelder zu bieten und durch verschiedene praxisnahe Projekte die Berufswahl zu erleichtern. Neben dem wichtigen Inhalt sollten die Empfänger auch auf das Logo achten. Das ist nagelneu und von Schülern der Beruflichen Schule Angermünde entworfen.

Im zweiten Ausbildungsjahr der angehenden Grafikdesigner gehört auch das Entwerfen von Logos zum Lehrstoff, berichtet Daniela Ziebell. Fachbereichsleiterin der Akademie Grafik in der Berufsschule. Ein anspruchsvolles Thema, denn hier heißt es: Weniger ist mehr. Mit wenigen Strichen, Symbolen und Schriftzügen muss eine ganze Philosophie einer Firma, eines Vereins oder in diesem Falle eines Arbeitskreises verschiedener Partner zusammengefasst werden. Die angehenden Grafiker lernen dabei so praxisnah wie möglich und entwerfen Logos, Flyer oder Plakate nicht für den Papierkorb, sondern erhalten Aufträge von Kooperationspartnern wie Firmen und Einrichtungen der Region. Dazu gehörte auch der Arbeitskreis Berufsfrühorientierung, in dem auch das Angermünder Bildungswerk als Träger der Beruflichen Schule Mitglied ist. Für diesen Arbeitskreis sollte ein einheitliches Logo zur Identifikation geschaffen werden. „Die Schüler mussten ihre Entwürfe im Arbeitskreis vorstellen und verteidigen, dort sitzen 15 verschiedene Partner als Kunden, jeder mit anderen Vorstellungen. Die typische Landschaft der Uckermark sollte ebenso enthalten sein wie der Name des Arbeitskreises sowie die symbolisierte, übergreifende Kooperation. Das kommt der realen Berufswelt eines Grafikers und Werbedesigners sehr nahe“, erklärt Angelika Hauptmann, Koordinatorin im Arbeitskreis Berufsfrühorientierung. Schließlich entschieden sich die Kunden für das Logo der Schülerinnen Louisa Katzer, Lena Kuhlig und Janina von Freeden. Mit knappen Strichen sind die uckermärkischen Hügel stilisiert. Um den Schriftzug des Arbeitskreises schlingt sich ringförmig ein roter Pfeil, wie ein roter Faden. Dieses Logo wird nun Briefbögen, Flyer, Internetpräsentationen des Arbeitskreises zieren. Die Handschrift der Angermünder Grafikschüler tragen schon zahlreiche Werbeträger von Vereinen und Unternehmen der Region. So entwarfen die Schüler unter anderem Plakate und Schilder für den Angermünder Tierpark, haben die Internetplattform einer Fahrschule gestaltet und eine Broschüre über den Fledermausschutz Uckermark entworfen, die jetzt in Druck gehen soll.

Text: Märkische Oderzeitung 26.01.2011, Daniela Windolff
Foto: Stefan Csevi


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