Auslandpraktikum

Die Berufsfachschule Angermünde unterhält enge Kontakte zu Partnereinrichtungen in mehreren europäischen Ländern und unterstützt die Schüler bei der Durchführung eines durch die Europäische Union geförderten Auslandspraktikums. Diese Auslandspraktika haben die Förderung der Mobilität, den Erwerb von Berufserfahrung in anderen EU-Ländern, die Erweiterung der Sprachkenntnisse sowie die Verbesserung der Chancen auf dem europäischen Arbeitsmarkt zum Ziel.

London

Lange war es geplant, aber erst im Oktober 2007 wurde es zur Gewissheit: Die Klasse KF 06 wird ein dreiwöchiges Praktikum in London durchführen!
 
Um die Absprachen mit dem Partner Embrace in England führen zu können, reiste der Klassenleiter in den Herbstferien „auf die Insel“, wo er schon viele der Fragen, die die Schüler hatten, klären konnte. Trotzdem kämpften manche bis zum Tag der Abreise mit fürchterlichen Vorstellungen: Angst vor dem Fliegen, Angst vor der großen Stadt, zum ersten Mal allein weit weg von zu Hause, ohne Freund, ohne Mutti… Neben dem Sprachunterricht bei Embrace, der gleich am ersten Tag mit vollem Einsatz begann, warteten Londoner Unternehmen mit vielfältigen Aufgaben. Zwei Praktikantinnen, Ina Losev und Patricia Martin, arbeiteten in einem Logistik-Unternehmen, das  Krankenhäuser und Schulen mit Lebensmitteln versorgt. Ihre Aufgabe, einen Businessplan für die Eröffnung eines Cafés zu erstellen, bewältigten sie mit Bravour. Jessica Gaitzsch, die bei Community Consultants South Kilburn in der Finanzbuchhaltung arbeitete, sagte: „Ich mochte mein Praktikum, weil ich meine Englischkenntnisse verbessern konnte und die Arbeitsabläufe in einem englischen Büro kennen lernen durfte.“ Auch die British Heart Foundation, eine Wohltätigkeitsorganisation im Kampf gegen Herz- und Kreislaufkrankheiten, bot eine anspruchsvolle Tätigkeit in einem ihrer Buchläden, wo sich die gelernte Buchhändlerin Stefanie Reinert beim Ordnen und Katalogisieren der Bestände sehr wohl fühlte.
Zwei unserer Berufsschüler, Sophia Müller und Norman Dietrich, fanden interessante Aufgaben in der Geschäftsstelle von Embrace, einer Organisation, die bilaterale Austausche von Jugendlichen verschiedener europäischer Länder vorbereitet und durchführt. Dabei hatten sie nicht nur Verwaltungsarbeiten zu erledigen, sondern sie erstellten eine PowerPoint Präsentation über Brandenburg sowie über englische Jugendliche aus sozial schwachen Familien in englischer Sprache. Beiden gefielen die Arbeit und das Klima im Unternehmen so gut, dass sie im Anschluss an ihre Berufsausbildung für ein mehrmonatiges Praktikum zu ihrem zeitweiligen Arbeitgeber nach London zurückkehrten. Martina Kaczmarski, die nach ihrer Ausbildung in der BSA ein Studium im Personalmanagement aufnehmen will, landete ebenfalls einen Glückstreffer in der Personalabteilung von Coram, einer karitativen Institution, die sozial vernachlässigte bzw. gefährdete Kinder und Jugendliche unterstützt. Sie sagt über ihr Praktikum: “Es hat mir sehr gut gefallen, und es war hilfreich, dort zu arbeiten. Die Kollegen waren sehr freundlich und offen für meine Vorschläge.“ Anna Kofman und Sandra Szabo arbeiteten bei Fieldwork International, einem Unternehmen aus der Gesundheitsforschung. Hier konnten sie ihre Erfahrungen mit Excel anwenden. Übereinstimmend hoben beide „die lockere Arbeitsatmosphäre“ sowie „die vielen netten Menschen“ hervor. An erster Stelle stand auch bei ihnen die Erweiterung und Verbesserung ihrer Sprachkenntnisse. Dominique Krause war Praktikantin bei der Sahara Welfare Association. Diese Einrichtung arbeitet mit Kindern und Eltern aus Immigrantenfamilien zusammen. Ihre Aufgaben bestanden unter anderem darin, Fragebögen für die Kinder zu erstellen, ihnen bei der Erledigung ihrer Hausaufgaben zu helfen und sie in der Freizeit im Hort zu betreuen. Das Besondere dieser Tätigkeit war der sehr familiäre Umgang miteinander.
Was wäre ein Aufenthalt in London, ohne die zahlreichen Sehenswürdigkeiten der Metropole zu besuchen? Und so gehörten zum Programm nicht nur Changing the Guards oder London Eye, sondern auch Exkursionen in die Hochschulstadt Cambridge und zum Null-Meridian nach Greenwich. Auch für einen Bummel durch Harrod’s und die vorweihnachtlich geschmückten Einkaufsstraßen, zu Speaker’s Corner, wo Wind und Regen „nicht um dich herum, sondern direkt durch dich durch gehen“ oder für eins der vielen Museen nahmen sich alle die Zeit. Auch wer es gern etwas gruselig mag, kommt in London voll auf seine Kosten, sei es im Dungeon oder auf einer Fußwanderung auf den Spuren von „Jack the Ripper“, die ihren besonderen Reiz gewinnt, wenn man seinem redegewandten Guide durch die abendlichen Gassen von Soho folgt.
Der absolute Höhepunkt, den nur sehr wenige ausländische Besucher Londons erleben, war eine Führung durch The Houses of Parliament. Eine Abgeordnete führte uns durch alle Räume auf den Wegen, die auch die Queen nimmt, also vom Robing Room bis ins House of Lords, wo wir wie die Abgeordneten in den Bänken verweilten – jedoch leider nur stehen durften. Schade, dass die  Führung auf eine Stunde begrenzt war und dass man im Gebäude nicht fotografieren darf, denn wir waren sehr begeistert von den Erläuterungen, die wir alle sehr gut verstanden, und von dem Charme, den dieses prunkvolle Gebäude ausstrahlt. Drei nützliche Wochen, in denen wir nicht nur unsere Sprachkenntnisse und unseren Horizont erweitern konnten. Vor allem haben wir gelernt, dass wir unser Licht keinesfalls unter den Scheffel zu stellen brauchen und viele Probleme selber lösen können.

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